Europas Gasnetz in Zukunft für Wasserstoff nutzen?

Im Zuge der langen Nacht der Forschung war es der Initiative Mission Klimaziele ein Anliegen als Beitrag ein relevantes Informationsplakat zum Thema „Europas Gasnetz als Zukunft für Wasserstoff nutzen?“ zu präsentieren. 

Europa steht vor einer großen Herausforderung: Es möchte klimaneutral werden. Das heißt: Es sollen möglichst keine klimaschädlichen Gase mehr ausgestoßen werden. Deshalb wird Erdgas in Zukunft immer weniger genutzt. Aber was passiert mit den vielen Leitungen, die es schon gibt? Ein wichtiger Ort dafür ist Baumgarten in Niederösterreich. Hier treffen mehrere große Gasleitungen aus verschiedenen Richtungen zusammen. Dieser Ort ist ein wichtiger Knotenpunkt für Energie in Europa.

In Zukunft könnte durch diese Leitungen Wasserstoff strömen. Wasserstoff kann klimafreundlich hergestellt werden und ist besonders für die Industrie wichtig. Das Gute: Viele alte Erdgasleitungen kann man umbauen und weiterverwenden.

So entsteht Schritt für Schritt ein neues europäisches Wasserstoffnetz. Österreich spielt dabei eine wichtige Rolle, weil es mitten in Europa liegt und verschiedene Regionen verbindet.

Ein Blick auf Europas Gasnetz

Unsere Recherchen zu dem aktuellen Thema zeigten, dass bis dato keine aktuelle Karte existiert, die die Gasleitungen in Betrieb  und die Gasleitungen, die angekündigt, in Planung oder in Bau sind übersichtlich von ganz Europa auf einmal darstellt. Ersterer finden Sie in der Grafik in dunkelblau dargestellt und letztere für einen guten Kontrast in sandfarben. In den Medien werden immer nur Teilbereiche gezeigt, dabei bietet dieser Gesamtblick eine wertvolle Möglichkeit, die Entwicklung der europäischen Energieinfrastruktur sichtbar zu machen und Zusammenhänge über Ländergrenzen hinweg zu erkennen. Genau hier setzt unser Informationsplakat an: Es möchte einen möglichst umfassenden Überblick geben und zeigen, wie eng die europäischen Gasnetze miteinander verbunden sind und welches Potenzial diese Infrastruktur für die zukünftige Wasserstoffversorgung bieten könnte. Als Datenquelle stand uns globalenergymonitor.org zur Verfügung.

Besonders spannend ist dabei der Blick auf die geplanten und bereits im Bau befindlichen Leitungen. Sie machen sichtbar, dass sich die europäische Energieinfrastruktur laufend weiterentwickelt und neue Verbindungen zwischen Regionen entstehen. Die Karte soll daher nicht nur den aktuellen Stand darstellen, sondern auch einen Blick in die Zukunft ermöglichen.

Die Präsentation des Plakats erfolgte bei der langen Nacht der Forschung 2026 und war ein bereichender Beitrag und ein guter Erklär- und Ausgangspunkt für Fragen und Diskussionen zu dem Thema.

Die Grafik im Detail