Die Anforderungen an Unternehmen im Bereich Klimaberichterstattung steigen massiv. Mit der Einführung der EU-Richtlinie CSRD und den neuen ESRS-Standards müssen Unternehmen erstmals sehr detailliert offenlegen, wie sie mit Klimarisiken, Emissionen und Transformationsstrategien umgehen.
Eine aktuelle Studie von KPMG und dem Center for Accounting Research zeigt: Viele Unternehmen stehen hier noch ganz am Anfang.
Da interne Prozesse in Unternehmen von außen nicht direkt sichtbar sind, verfolgt die Studie einen indirekten Ansatz: Sie analysiert die Qualität der veröffentlichten Klimaberichte.
Die zentrale Annahme: Unternehmen, die konkret und detailliert berichten, haben funktionierende interne Prozesse. Unternehmen mit oberflächlicher oder fehlender Berichterstattung haben diese Prozesse meist noch nicht ausreichend etabliert.
Das bedeutet konkret:
Das ist nicht nur ein Reporting-Thema, sondern ein strategischer Umbau des Unternehmens. Nachstehend finden Sie die wichtigsten Punkte der Studie zusammengefasst. Für mehr Details scrollen Sie zur Präsentation am Ende unseres Artikels.
Die meisten Unternehmen berichten ihre Treibhausgasemissionen bereits relativ vollständig.
Aber es wurden fundamentale Defizite dargestellt:
Gerade diese Punkte sind jedoch entscheidend für Investor:innen und Finanzierung.
Mehr als die Hälfte der Unternehmen veröffentlicht keinen vollständigen Klima-Übergangsplan.
Das ist problematisch, denn dieser Plan zeigt:
Unternehmen mit klaren Plänen haben nachweislich auch bessere interne Strukturen.
Die Studie zeigt deutlich:
Die größte Herausforderung ist nicht das Reporting selbst – sondern die dahinterliegenden Prozesse.
Dazu gehören:
Viele Unternehmen haben diese Prozesse noch nicht vollständig aufgebaut.
Während große Unternehmen häufiger umfassend berichten, haben kleinere Betriebe oft noch Lücken – insbesondere bei:
Das zeigt: Frühzeitiger Aufbau von Strukturen ist ein Wettbewerbsvorteil.
Ein besonders kritischer Punkt:
Angaben zu finanziellen Auswirkungen von Klimarisiken fehlen nahezu vollständig.
Dabei sind genau diese Informationen entscheidend für:
Hier besteht in den nächsten Jahren hoher Nachholbedarf.
Die Studie macht klar: Klimaberichterstattung ist kein „Pflichtthema“, sondern ein echter Business-Hebel.
Unternehmen sollten jetzt:
Denn: Gute Berichterstattung ist das Ergebnis guter Unternehmensführung – nicht umgekehrt.
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