Land NÖ startet Fördercall „PROTO‑TYPISCH NÖ“

Das Land Niederösterreich hat einen neuen Fördercall „PROTO‑TYPISCH NÖ“ gestartet, der Unternehmen dabei unterstützen soll, innovative Ideen in marktreife Produkte zu überführen. Der Call ist Teil der Wirtschaftsstrategie Niederösterreich 2030+ und zielt darauf ab, die oft schwierige Phase zwischen Entwicklung und tatsächlicher Markteinführung zu überbrücken.

Das Foto (© NLK Khittl) zeigt den Besuch im Zuge des Fördercalls durch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei  Carsten Scharlemann, dem CEO bei R-Space im Office Park am Flughafen Wien-Schwechat.

Zielsetzung und Hintergrund

Ziel von „PROTO‑TYPISCH NÖ“ ist es, Unternehmen – insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie industrienahe Betriebe mit wirtschaftlichem Schwerpunkt in Niederösterreich – zu ermutigen, Prototypen für neue Produkte zu entwickeln und zu bauen. Der Ansatz basiert auf der Überlegung, dass vielen innovativen Ideen der entscheidende Schritt zur realen Anwendung fehlt – nämlich ein funktionsfähiger Prototyp, der technische Reife und Marktpotenzial demonstriert. Gefördert werden also klassische Prototypenbau‑Projekte, bei denen aus einer Idee ein konkreter, funktionsfähiger Prototyp entwickelt und konstruiert wird. Dadurch sollen technologische Unsicherheiten reduziert und die Voraussetzungen für eine spätere Produktion oder Markteinführung geschaffen werden.

Landeshauptfrau Johanna Mikl‑Leitner betont:
„Innovative Ideen zu konkreten Produkten machen – so wird aus Entwicklung wirtschaftlicher Erfolg.“ Dieser Entwicklungsabschnitt sei oft entscheidend dafür, dass aus einer guten Idee ein Produkt werde, das am Markt bestehen kann. Die Förderung soll somit sowohl Innovation als auch Wertschöpfung und Beschäftigung in Niederösterreich stärken.

Förderdetails im Überblick
Titel der FörderungPROTO‑TYPISCH NÖ
KurzbeschreibungFörderung für Unternehmen, um innovative Ideen in marktreife Prototypen zu überführen. Ziel ist die Stärkung von Innovation, Wertschöpfung und Beschäftigung in Niederösterreich.
Geförderte BundesländerNiederösterreich
Startdatum15. April 2026
ZielgruppeKMU und große Unternehmen mit wirtschaftlichem Schwerpunkt in Niederösterreich
Geförderte MaßnahmenEntwicklung und Bau von Prototypen für neue Produkte
Förderquote25 % der förderfähigen Projektkosten
Förderfähige Projektkosten20.000 € bis 200.000 €
Zuschusshöhe5.000 € bis 50.000 € pro Projekt
Gesamtbudget1 Million €
Weitere Infos & AnmeldungHier zur Antragstellung
Praxisbeispiel – R‑Space GmbH

Im Rahmen der Präsentation des Fördercalls wurde auf einen Betriebsbesuch bei der R‑Space GmbH im Office Park am Flughafen Wien‑Schwechat hingewiesen. R‑Space entwickelt Satellitenlösungen, mit denen Unternehmen neue Technologien schnell und unter möglichst realistischen Bedingungen testen können.

Der Geschäftsführer von R‑Space sieht im Prototyp eine entscheidende Entwicklungsstufe, die insbesondere technologieintensive Start‑ups benötigen, um ihre Produkte marktfähig zu machen. Gerade in solchen Fällen könne eine Förderung den wichtigen Schritt von der Idee zur tatsächlichen Umsetzung maßgeblich beschleunigen.

Relevanz für Unternehmerinnen

ür Unternehmerinnen bietet „PROTO‑TYPISCH NÖ“ eine konkrete Chance, Entwicklungsschritte strategisch und finanziell abgesichert voranzutreiben. Besonders in technologiegetriebenen Branchen ist der Prototypbau ein kritisches Element, um:

  • technologische Reife frühzeitig zu demonstrieren
  • Marktakzeptanz zu testen
  • Investoren oder Kund:innen von der Produktidee zu überzeugen
  • Eintrittsbarrieren am Markt zu überwinden

Die Förderung kann somit direkt zur Umsetzung marktreifer Innovationen beitragen und damit auch zur Stabilisierung der Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung im Unternehmen.

Einreichfristen

Einreichung jederzeit möglich bis zu den jeweiligen Call‑Fristen (mind. bis 30.12.2027 für viele EFRE‑Zielsetzungen).
Wichtig: Der Antrag muss vor Projektbeginn gestellt werden. Erst danach darf das Förderprojekt umgesetzt werden.

Die Bearbeitungsdauer bei aws beträgt in der Regel 1 bis 3 Monate, abhängig vom Projektumfang und den benötigten Nachweisen.

Wie läuft die Antragstellung?
  1. Projektidee definieren: klare Investitions‑ und Wirkungsaussagen (z. B. Klima‑ oder Technologieeffekt)
  2. Antrag über den aws Fördermanager einreichen (inkl. Awareness‑Fragebogen, Mitarbeiter:innen‑Nachweisen etc.)
  3. Bewilligung durch aws in Verbindung mit einem aws erp‑Kredit
  4. Projektumsetzung & Endabrechnung mit umfangreichen Nachweisen (Publizität, Preisangemessenheit, separate Kostenkodierung)

 

Aufgrund der EFRE‑Bedingungen sind verpflichtende Dokumentations‑ und Publizitätspflichten (z. B. drei Vergleichsangebote bei Investitionsgütern) zu erfüllen.

Mehr Informationen und Antrag stellen

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© Fotos: © NLK Khittl